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NUSSDORF-DEBANT

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Montag, 09.12.2019

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Pfarre Nussdorf

Aus der Kirchengeschichte von Nußdorf

 

Die erste urkundliche Nennung der Helenenkirche von Nußdorf stammt aus dem Jahre 1274. Über die Gründung der Kirche gibt es zwei Sagen: Die eine erzählt, dass sie zur Mahnung an die Strafe Gottes erbaut worden sei, welche von der Schleinitz als Mure auf das sündhafte Luenzina herabgekommen sei.

Die andere Sage berichtet von einem frevlerischen Burggrafen aus Lienz, der einer alten Frau die einzige Ziege raubte und auch noch die Frau erschlug. Tags darauf traf er dort die weinende Enkelin dieser Frau und nahm das Mädchen mit auf seine Burg. Später wurde dieses Mädchen seine Frau. Nach Jahren stürzte der Graf am Ort seiner Freveltat vom Pferd und gelobte in Todesnot den Bau einer Kirche und die Stiftung eines Kaplans.

Die Helenenkirche von Nußdorf wurde nach einen Erlaubnisbrief des Erzbischofs von Salzburg 1369 von den Grafen von Görz auf Bitten der Karmelitermönche erbaut. (Ob dabei die 1274 erwähnte Kirche um- oder neu gebaut wurde, ist unbekannt.

Als Kirchenpatronin ist die Hl. Kaiserin Helena anzusehen, die das Kreuz als
Beizeichen hat.

Die im gotischen Stil erbaute Kirche wurde 1485 von Bischof Petrus von Caorle,
dem Vikar des Patriarchen von Aquileia eingeweiht.

Um 1650 wurden der Altar und der Tabernakel vom Maler Johann Hofmann neu
gefasst. Er schuf auch das Altarbild.

Um 1670 wurde das Gotteshaus renoviert und vergrößert, nachdem Balthasar
Schlemmer ein Stück seines Gartens der Kirche schenkte.

1692 wurde eine neue Turmuhr eingebaut.


Bis 1785 gehörte Nußdorf kirchlich zur Pfarre Dölsach. In diesem Jahr wurde
Nußdorf eine eigene Lokalkaplanei mit Ober- und Unternußdorf, sowie Debant und Debanttal.

Im Jahre 1891 wurde die Lokalie Nussdorf zur Pfarre erhoben.

Um die Jahrhundertwende kam es zu einer größeren Kirchenrenovierung. Der Perloga Tischler, Josef Wallensteiner, fertigte Stühle für die Empore, sowie die Kirchenbänke an. Das Holz hierfür wurde von der Bevölkerung gespendet. Der Verputz der Kirche wurde innen und außen erneuert, das Kircheninnere von den Brüdern Buchauer aus Schwaz ausgemalt.

Während des ersten Weltkrieges mussten auch in Nussdorf die drei größeren Kirchenglocken abgeliefert werden. Erst im Jahre 1919 wurden wieder Glocken angekauft, weitere Käufe wurden im Jahr 1921 getätigt.

Am 28. Feber 1945 fielen Bomben auf Nussdorf, wobei auch die Kirche beschädigt worden ist, diese wurde in den Folgejahren wieder restauriert.

Am 29. März feierte man ein großes Heimkehrerfest, an der auch die neu formierte Musikkapelle mitwirkte. Kapellmeister war damals Ortspfarrer Othmar Pobitzer.
Am 1. Juni desselben Jahres wurde die Pfarre Debant in die Pfarre Nussdorf eingegliedert.

Ende der 60-iger Jahre begann man mit dem Umbau des Pfarrhofes, mit Jugendheim und Pfarrsaal. Zur Finanzierung einer weiteren Kirchenrenovierung wurde ein Grundstück von der Gemeinde angekauft.

Im Jahre 1976/77 erfolgte eine neuerliche Kirchenrenovierung im Außenbereich und es wurde eine elektrische Turmuhr mit Läutwerk angeschafft.

1982 wurde eine große Kirchenrenovierung im Innenbereich begonnen, die den jetzigen Zustand der Kirche wiederspiegelt, dabei wurde die obere Empore abgetragen und die Orgel renoviert, die Altäre und auch Fenster wurden ebenfalls restauriert.

Im Jahre 1983 kam der jetzige Pfarrer Otto Großgasteiger nach Nussdorf, unter seiner Leitung wurde der Friedhof erweitert, und das abgetragene Kriegerdenkmal an die neue Aufbahrungskapelle angebaut.

Im Jahre 1985 wurde das Jubiläum „500 Jahre Pfarrkirche Nussdorf“ gefeiert, zu diesem Anlass erklang die neu restaurierte Orgel.

Im Jahre 1991 wurde das große Jubiläum „100 Jahre Pfarre Nussdorf“ gefeiert.


Die Pfarre Nussdorf will eine lebendige Pfarre sein, der Ortspfarrer Otto Großgasteiger vorsteht, unterstützt wird er in vielen kirchlichen und weltlichen Bereichen vom Pfarrgemeinderat sowie dem Pfarrkirchenrat.